Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte der Mystiker Eliphas Lévi, dass sich die Tarotkarten von ihrer Anzahl her und auch von ihrem Inhalt genau auf dem kabbalistischen Baum des Lebens anordnen lassen.
Die 40 Zahlenkarten wurden den Sephiroth zugeordnet, die großen Arkana den Pfaden 11 – 32 und die Hofkarten repräsentieren die 4 kabbalistischen Welten.
Wie das zu verstehen ist, erläutere ich näher in den weiteren Beiträgen zum kabbalistischen Baum des Lebens.
Diese Korrespondenz zwischen dem Tarot und dem Baum des Lebens wird von den meisten Tarot-Autoren wenig berücksichtigt. Die Karten lassen sich auch ohne dies sehr gut legen. Es gibt aber auch einige Bücher, die sich explizit mit dem Tarot in Verbindung mit dem Baum des Lebens beschäftigen*.
Mir persönlich vermittelt die Zuordnung dieses uralten Orakelspiel auf dem altehrwürdigen Symbol des kabbalistischen Lebensbaumes einen sehr überzeugenden Deutungsrahmen, in dem ich gerne arbeite.
* Literaturhinweise:
Hans-Dieter Leuenberger „Die Schule des Tarot – Der Baum des Lebens – Tarot und Kabbala“, Freiburg 1981.
In diesem Buch gibt der Autor eine ausfühliche Einführung in die Symbolik des Lebensbaums und beschreibt die Bedeutung sämtlicher Karten der Kleinen Arkana in ihrer Position am Baum (einArbeitsbuch).
Rachel Pollack „Der Kabbala Baum – Reise zu Balance und inerem Wachstum“, ein Begleitbuch zum Gemälde „Baum des Lebens“ von Hermann Haindl, 2004. In diesem Buch behandelt die Autorin u.a. die Verbindung der Großen Arkana zu den hebräischen Buchstaben auf den Pfaden 11 – 32 des Lebensbaumes.
Heinrich Elija Benedikt „Die Kabbala als jüdisch-christlicher Einweihungsweg“ Band 2 „Der Lebensbaum“, Freiburg 2002
Dies ist kein Tarot-Buch, aber ein sehr informatives und ausführliches Werk über den Baum des Lebens.