Er fühlt sich in letzter Zeit so kraftlos, ohne Energie. Martin ist ein junger Mann und wohnt noch bei seiner Mutter. Eigentlich ist er immer unternehmungslustig und voller Tatendrang gewesen. Aber in letzter Zeit ist das deutlich rückläufig. Gesund ist er aber, daran liegt es nicht. Martin ist der Letzte der Geschwister, der noch zuhause wohnt. Er hängt sehr an seiner Mutter und sie an ihm, dem Jüngsten. Der Mutter geht es gesundheitlich in letzter Zeit nicht so gut und Martin hilft ihr, wo er kann. Wir ziehen also eine Karte für ihn und sein Thema.

© Königsfurt Urania
Da hat Martin sich eher eine gebeugte Jammergestalt vorgestellt anstelle des energiegeladenen Magiers. Das ist er doch garnicht. Ich schlage ihm vor, den Magier als Bild für den energetischen Zustand anzusehen, den er schon hatte und den er auch wieder erreichen kann: Aktiv, aufrecht, handlungsfähig, schöpferisch. Ja, so würde er sich auch gerne sehen. Na klar, so kann und darf er sich auch sehen.
Nun ziehen wir eine Karte für seine Mutter. Es erscheint die Kelche IX.

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Das Bild zeigt eine zufrieden dreinschauende Person, die hat, was sie sich wünscht und auch gefühlsmäßig gut versorgt ist. Das soll seine Mutter darstellen? Die hat doch gesundheitliche Probleme und es geht ihr oft ziemlich schlecht. Stimmt zwar, aber bezogen auf Martin geht es ihr sehr gut. Sie fühlt sich bei ihm aufgehoben und umsorgt. Das macht Martin wirklich gut.
Dann wollen wir mal eine Karte für ihn selbst ziehen:

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Ups! Das soll ich sein, einer, der so eine schwere Last schleppt? Ok, irgendwie passt es schon. Es ist ihm manchmal schon zu viel. Die Mutter hat ihn auch schon gefragt, ob er sich nicht überlastet fühlt. Das hat er natürlich nicht zugegeben. Aber in Wirklichkeit ist es viel zu viel für ihn, die Mutter zu versorgen.
Nun wird es Martin langsam klar, wo seine Energie geblieben ist. Aber was tun? Seine Mutter braucht doch seine Hilfe. Und das nicht nur vorübergehend.
Im weiteren besprechen wir. welche Möglichkeiten er hat, sich zu entlasten. Es ist klar, dass er offen mit seiner Mutter sprechen muss. Sie wird das auch sicherlich verstehen. Er sollte auch seine vielbeschäftigten älteren Geschwister ansprechen und ihnen die Lage deutlich machen. Vielleicht müssen mal alle zusammenkommen und darüber beraten, was zu tun ist. Martin ist jedenfalls klar geworden, dass er so nicht weitermachen kann. Er ist kein Egoist, wenn er für sich definiert, wo seine Möglichkeiten und wo seine Grenzen liegen.
Außerdem, wie wäre es denn mal mit ausziehen? Auch eine Option!.

