Dieses Legemuster aus dem Buch „Der Weg des Tarot“ von Alejandro Jodorowsky und Marianne Costa wird mit nur 2 Karten gelegt. Damit lässt sich besonders gut ein innerer Konflikt betrachten und einer Lösung zuführen.
Gezogen werden 2 Karten:
Karte A beschreibt die Situation, in der wir uns befinden und einen damit verbundenen Wunsch.
Karte B steht für den Konflikt und zeigt uns das Hindernis auf, das uns bei der Verwirklichung unseres Wunsches im Wege steht.
Diese Karte wird kreuzweise über Karte A gelegt. Das Hindernis durchkreuzt somit die sichtbare Verwirklichung.

Diese interessante Legung habe ich sofort mit einer Freundin ausprobiert. Sie schreibt sehr schöne fantasievolle Kindergeschichten und würde sie gerne veröffentlichen. Leider traut sich nicht und schiebt eine Veröffentlichung immer wieder hinaus. Sie hat dazu folgende Karten gezogen:
Bube der Schwerter und Die Welt.

Der Bube steht für die Verbreitung der Gedanken in Wort und Schrift (Vierte kabbalistische Welt, die wahrnehmbare Manifestation der Gedanken). Damit drückt die Karte ihren Wunsch perfekt aus.
Die Welt repräsentiert ihre Angst, ihre Geschichten könnten nicht vollkommen, nicht gut genug sein. Das wirkt sich natürlich hinderlich auf die Verwirklichung ihres Vorhabens aus. Immer wenn sie den ersten Schritt hin zur Veröffentlichung ihrer Geschichten machen will, bremst sie sich mit ihrer Angst aus.

Dann vertauschen wir die Karten und legen den Buben über die Welt.
Karte A    beschreibt auch hier die Situation und macht eine Aussage zu dem Wunsch der Fragenden.
Karte B    zeigt wie das Hindernis überwunden werden kann.


Die Welt spiegelt das, was sie in guten Momenten über ihre Geschichten denkt, nämlich dass sie wirklich gut sind und aus ihrer Sicht vollkommen. Sie kommen direkt aus ihrem Herzen.
Der Bube rät ihr und ermutigt sie dazu, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Das will sie jetzt wirklich in Angriff nehmen.