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Der Turm

Der treue Heinrich (7)

By 11. Februar 2025No Comments

Und dann fährt am Morgen die königliche Kutsche vor. Auf dem Kutschbock sitzt Heinrich, der Diener des Prinzen.  Er ist voller Freude, dass nun dieser unterdrückte und nicht gesehene Teil seinen Platz in der Seele der Prinzessin einnehmen und leben darf. Zusammen sind sie ein Ganzes (Anima und Animus) und besteigen die goldene Kutsche. Als es dreimal fürchterlich kracht, traut der Prinz der Sache noch nicht so richtig und muss sich von Heinrich bestätigen lassen, das das alles seine Richtigkeit hat. Es sind nur die eisernen Ringe, die nun geborsten sind.
Wer ist dieser Heinrich? Ich denke, es ist die Instanz in unserer Seele, die eigentlich weiß, was zu tun wäre und sehr traurig ist, wenn das nicht geschieht. Ich habe diese Instanz schon manchmal entdeckt. Nicht immer hat es was genützt. Diese Instanz braucht viel Geduld, zuzuschauen, welche Umwege die Seele geht, weil sie einfach nicht anders kann.
Aber nun fahren Prinz und Prinzessin in ihr Königreich, wo sie heil und ganz ihr Seelen-Land segensreich regieren werden.
Wo ist eigentlich die goldene Kugel geblieben, ohne die die Königstochter glaubte, nicht sein zu können? Könnte es nicht sein, dass sich das Gold der Kugel über die Kutsche ergossen hat. So wird der neue Lebensabshnitt unserer Königstochter vergoldet.

Bildquelle: Otto Wenniger/pixelio.de

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