Der kabbalistische Begriff für Jesod ist Fundament, Basis.
In die Sephira Jesod münden alle 3 Säulen des Baumes. In sie fließt alles ein, was in der belebenden, der formgebenden und der mittleren Säule enthalten ist. Hier werden die drei Säulen zum Baum des Lebens mit Stamm, Ästen und Krone. Jesod leitet die Ströme aus den Säulen nach Malkuth herunter. Dadurch wird Leben fassbar und konkret.
In Jesod durchdringen sich die weibliche und die männliche Säule, die polaren Kräfte vereinen sich. So zeigt sich auf Jesod das elementare Lebensprinzip der Fruchtbarkeit.
Die tragende Position von Jesod am Baum des Lebens verleiht der Sephira die Funktion eines Fundamentes, auf dem alles ruht, was über ihr ist. Zugleich hat sie Kontakt zu Malkuth, wie das Fundament eines Hauses Kontakt zum Erdreich hat.
Jesod selbst ist noch nicht der Materie zugehörig. Sie ist der Verknüpfungspunkt der irdisch-materiellen Ebene mit der Transzendenz. Von Malkuth aus gesehen ist Jesod das Eingangstor zu den höheren Welten.
Als letzte Sephira vor der Verdinglichung auf Malkuth repräsentiert Jesod das Unbewusste in uns mit unserer ganzen inneren Bilderwelt, unserer Einbildungskraft und unseren individuellen und kollektiven Träumen und Mythen. Jesod ist der Speicher aller individuellen und kollektiven Bilder und Erfahrungen. In diesem Speicher geht nichts verloren. Er entlässt seine Kräfte in die Gegenwart und kann damit den Baum aus dem Gleichgewicht bringen.
Astrologische Entsprechung: Mond
Das Grundprinz von Jesod ist: Fundament, Fruchtbarkeit.